Die aktuellsten Richter-Stellenangebote finden Sie dezentral auf den Karriereseiten der Landesjustizverwaltungen und Oberlandesgerichte. Ergänzend aggregieren Fachjobbörsen wie jobvector und das Bundesportal bund.de öffentliche Ausschreibungen. Drei Schritte jetzt: Karriereseite Ihres Bundeslandes aufrufen, formale Voraussetzungen nach § 9 DRiG prüfen, Job-Alert einrichten.
Kurzcheck: Sind Sie formal berechtigt?
- Deutsche Staatsangehörigkeit (§ 9 Nr. 1 DRiG)
- Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung
- Befähigung zum Richteramt (1. und 2. Staatsexamen plus Referendariat)
- Erforderliche soziale Kompetenz
Wer alle vier Punkte erfüllt, kann sich direkt beim zuständigen Landesdienstherrn bewerben. Kein zentrales Bundesportal nimmt alle Richterbewerbungen entgegen.
Inhaltsverzeichnis
- Wo finden Sie aktuelle Stellenangebote für Richter?
- Welche formalen Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?
- Welche Arten von Richterstellen gibt es?
- Wie bewerben Sie sich konkret auf eine Richterstelle?
- Was verdienen Richter, und wie sieht die Karriere aus?
- Wie verpassen Sie keine Ausschreibung?
- Warum sind gerade jetzt mehr Richterstellen offen?
- Wichtige Erkenntnisse
- Einschätzung der Redaktion
- Elektrotechnik-ernst – regionaler Dienstleister in Augsburg
- Nützliche Quellen und offizielle Links
Wo finden Sie aktuelle Stellenangebote für Richter?
Die Suche nach Richterjobangeboten verläuft in Deutschland grundsätzlich dezentral. Bewerbungen erfolgen bei den Landesjustizverwaltungen und Gerichten, nicht über ein nationales Portal. Das bedeutet: Wer bundesweit sucht, muss mehrere Quellen parallel beobachten.
| Quelle | Zuständigkeit | Typische Stellenart | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Landesjustizverwaltungen / Oberlandesgerichte | Landesstellen | Probe- und Lebenszeitstellen, Planstellen | Erste und vollständigste Quelle; Frist, Einsatzgericht und Bewerbungsadresse direkt genannt |
| Justiz Bayern (justiz.bayern.de) | Bayern | Richter, Staatsanwalt; ganzjährig | Mindestens 8,00 Punkte im 2. Staatsexamen; Bewerbung direkt beim Ministerium |
| bund.de | Bundesweit (öffentlicher Dienst) | Öffentliche Stellen aller Ebenen | Nicht alle Landesstellen gelistet; gut als Ergänzung |
| jobvector | Bundesweit (Fachbörse) | Juristische Stellenanzeigen, oft mit Gehaltsangaben | Aggregiert Anzeigen; schnelle Übersicht, aber nicht vollständig |
Welche Quelle liefert was? Landesseiten nennen Bewerbungsfrist, Einsatzgericht, Besoldungsgruppe und Bewerbungsadresse vollständig. Fachbörsen wie jobvector zeigen häufig Gehaltsangaben, die auf offiziellen Seiten fehlen. bund.de eignet sich für eine erste bundesweite Übersicht, ersetzt aber die Landesseiten nicht.
Profi-Tipp: Richten Sie für jede Landesjustizverwaltung, die Sie interessiert, einen Browser-Bookmark ein und prüfen Sie diese Seiten wöchentlich. Viele Länder veröffentlichen neue Ausschreibungen ohne gesonderte Benachrichtigung.
Welche formalen Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?
§ 9 DRiG legt fest: In das Richterverhältnis darf nur berufen werden, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, für die freiheitliche demokratische Grundordnung eintritt, die Befähigung zum Richteramt nach §§ 5–7 DRiG erworben hat und die erforderliche soziale Kompetenz besitzt.
Die Befähigung zum Richteramt bedeutet konkret: ein abgeschlossenes Jurastudium, das Erste Juristische Staatsexamen (oder die Erste Juristische Prüfung), ein zweijähriges Referendariat und das Zweite Juristische Staatsexamen. Bayern verlangt dafür eine bestimmte Mindestpunktzahl im zweiten Examen; andere Länder setzen ähnliche Mindestanforderungen, die je nach Bewerberlage variieren.
Landesspezifische Zusatzanforderungen kommen hinzu. Manche Länder gewichten bestimmte Stationsbeurteilungen aus dem Referendariat besonders stark, andere fragen nach Fremdsprachenkenntnissen oder fachlichen Schwerpunkten (etwa Wirtschaftsrecht oder Familienrecht). Auswahlgespräche prüfen weniger materielles Recht als persönliche Eignung, Belastbarkeit und Urteilsvermögen.
- Staatsangehörigkeit und Verfassungstreue (zwingend, keine Ausnahme)
- Befähigung zum Richteramt: 1. und 2. Staatsexamen, Referendariat
- Notenprofil: Mindestpunktzahl je nach Bundesland (Bayern: 8,00 Punkte)
- Soziale Kompetenz, Urteilsvermögen, Belastbarkeit
- Ggf. Fremdsprachenkenntnisse oder fachlicher Schwerpunkt (landesspezifisch)
Profi-Tipp: Stationsbeurteilungen aus dem Referendariat werden von Auswahlgremien oft gesondert gewichtet. Legen Sie diese Unterlagen vollständig und chronologisch geordnet bei.
Welche Arten von Richterstellen gibt es?
Der Standardeinstieg in den richterlichen Dienst ist die Einstellung als Richter auf Probe. Danach folgt bei Bewährung die Ernennung auf Lebenszeit. § 8 DRiG kennt daneben Richter auf Zeit und Richter kraft Auftrags, die in der Praxis seltener vorkommen.
Gerichtsebenen und typische Einsatzfelder:
- Amtsgericht: Einstiegsgericht für Richter auf Probe; Zuständigkeit für Zivilsachen bis 5.000 Euro, Familiensachen, Strafrecht (leichtere Delikte), Grundbuch- und Nachlasssachen.
- Landgericht: Berufungsinstanz für Amtsgerichtsentscheidungen; erstinstanzlich für schwere Straf- und größere Zivilsachen; Richter auf Probe werden hier seltener direkt eingesetzt.
- Oberlandesgericht (OLG): Revisionsinstanz; Beförderungsstellen für erfahrene Richter; Einstieg direkt nach dem Examen unüblich.
Beförderungsstellen, Abordnungen an übergeordnete Gerichte und der Wechsel zwischen Gericht und Staatsanwaltschaft sind im Laufe der Karriere möglich. Wer frisch das 2. Staatsexamen abgelegt hat, wird fast ausnahmslos als Richter auf Probe am Amtsgericht eingesetzt. Bewerber aus der Anwaltschaft, die in den Richterdienst wechseln, müssen bei Ernennung auf Lebenszeit in der Regel auf ihre Rechtsanwaltszulassung verzichten.
Wie bewerben Sie sich konkret auf eine Richterstelle?
Ausschreibungen nennen Bewerbungsfrist, Anforderungen und Einreichungsweg explizit. Lesen Sie diese Angaben genau, bevor Sie Unterlagen zusammenstellen.
Standardunterlagen:
- Anschreiben (auf die ausschreibende Stelle und das Bundesland zugeschnitten)
- Tabellarischer Lebenslauf
- Examenszeugnisse (1. und 2. Staatsexamen)
- Stationsbeurteilungen aus dem Referendariat (vollständig)
- Arbeitszeugnisse (bei vorheriger Berufstätigkeit)
- Ggf. Führungszeugnis und ärztliches Zeugnis (je nach Ausschreibung)
Schritt-für-Schritt-Ablauf:
- Ausschreibung auf der Landesseite oder bei jobvector finden; Frist und Einreichungsweg notieren.
- Unterlagen vollständig zusammenstellen; PDF-Anforderungen der ausschreibenden Stelle prüfen.
- Bewerbung fristgerecht einreichen: dezentral an die ausschreibende Landesjustizverwaltung oder Gerichtsdienststelle, per E-Mail oder Post (je nach Vorgabe).
- Eingangsbestätigung abwarten; bei ausbleibender Rückmeldung nach zwei Wochen nachfragen.
- Auswahlgespräch vorbereiten: Schwerpunkt auf Sozialkompetenz, Urteilsvermögen und Fallbeispielen aus dem Referendariat.
- Nach positivem Bescheid: Einstellungstermin und Probezeitbeginn klären.
In Berlin finden Auswahlgespräche etwa alle zwei Monate statt; zwischen Gespräch und Einstellung liegen oft 4–6 Monate. Andere Länder haben ähnliche, aber nicht identische Rhythmen.
Profi-Tipp: Bewerben Sie sich in mehreren Bundesländern parallel. Manche Länder senken die Notenanforderungen oder bieten attraktivere Anfangsbesoldungen, was Ihre Chancen bei gezielter regionaler Strategie deutlich erhöht.

Was verdienen Richter, und wie sieht die Karriere aus?
Richter werden nach dem Bundesbesoldungsgesetz bzw. den Landesbesoldungsgesetzen entlohnt. Der Einstieg als Richter auf Probe erfolgt typischerweise in der Besoldungsgruppe R 1; mit Ernennung auf Lebenszeit und wachsender Erfahrung steigen Richter innerhalb von R 1 auf, bevor Beförderungsstellen (R 2 und höher) an Landgerichten, OLGs oder als Vorsitzende Richter erreichbar werden.

| Besoldungsgruppe | Typische Funktion | Einstieg möglich? |
|---|---|---|
| R 1 | Richter auf Probe / Richter auf Lebenszeit am Amts- oder Landgericht | Ja, Standardeinstieg |
| R 2 | Vorsitzender Richter am Landgericht, Richter am OLG | Nach Bewährung und Beförderung |
| R 3 und höher | Präsidenten, Vorsitzende Richter am OLG | Leitungsfunktionen |
Die genauen Beträge variieren je Bundesland und Erfahrungsstufe. Aktuelle Tabellen finden Sie auf den offiziellen Justizseiten der jeweiligen Länder. Viele Bundesländer passen Rahmenbedingungen an, um im Wettbewerb mit Großkanzleien bestehen zu können, etwa durch flexiblere Arbeitszeitmodelle oder attraktivere Einstiegsbesoldungen.
Karriereperspektiven umfassen den Wechsel zwischen Gericht und Staatsanwaltschaft, Abordnungen an Ministerien oder übergeordnete Gerichte sowie Spezialisierungen in Sachgebieten mit erhöhtem Bedarf wie Verwaltungs- und Sozialgerichtsbarkeit.
Wie verpassen Sie keine Ausschreibung?
Wer den Richter-Stellenmarkt systematisch beobachtet, hat einen klaren Vorteil. Viele Ausschreibungen laufen nur wenige Wochen.
- Wöchentliche Routine: — Karriereseiten der Landesjustizverwaltungen und OLGs jeden Montag aufrufen; Bookmarks anlegen.
- Netzwerk: — Karriereabende der Justizministerien (z. B. regelmäßige Veranstaltungen der Senatsverwaltung Berlin) und Hospitationen bieten frühen Kontakt zu Personalverantwortlichen.
Profi-Tipp: Automatisches Web-Scraping von Justizseiten ist technisch möglich, aber fehleranfällig und bei manchen Seiten unerwünscht. Offizielle RSS-Feeds oder Newsletter sind zuverlässiger und rechtlich unproblematisch.
Warum sind gerade jetzt mehr Richterstellen offen?
Deutschland erlebt eine Pensionierungswelle im richterlichen Dienst. Verbände und Marktanalysen sehen diese Welle bis 2030 als Haupttreiber für den erhöhten Einstellungsbedarf, besonders in der Sozial- und Verwaltungsgerichtsbarkeit sowie an ländlichen Amtsgerichten.
Besonders betroffen sind:
- Verwaltungs- und Sozialgerichte (hohe Fallzahlen, struktureller Personalmangel)
- Ländliche Amtsgerichte (weniger Bewerber als in Ballungsräumen)
- Länder mit überdurchschnittlich vielen Pensionierungen in den nächsten fünf Jahren
Was das für Bewerber bedeutet: Die Einstellungschancen sind aktuell besser als in den vergangenen Jahren. Aber die landesspezifischen Anforderungen bleiben bestehen, und die Qualität der Unterlagen bleibt entscheidend. Wer jetzt gezielt sucht und sich in mehreren Ländern bewirbt, trifft auf einen Markt, der Nachwuchs aktiv sucht.
Wichtige Erkenntnisse
Richter-Stellenangebote in Deutschland finden Sie ausschließlich dezentral bei den Landesjustizverwaltungen; kein zentrales Portal bündelt alle Ausschreibungen, weshalb parallele Bewerbungen in mehreren Bundesländern die Einstellungschancen erhöhen.
| Thema | Details |
|---|---|
| Hauptfundorte | Karriereseiten der Landesjustizverwaltungen und OLGs sind die vollständigste Quelle; jobvector und bund.de ergänzen. |
| Formale Voraussetzungen | § 9 DRiG: deutsche Staatsangehörigkeit, Befähigung zum Richteramt (beide Staatsexamina), Verfassungstreue, soziale Kompetenz. |
| Einstiegsposition | Fast alle Bewerber starten als Richter auf Probe am Amtsgericht; Ernennung auf Lebenszeit folgt nach Bewährung. |
| Bewerbungsstrategie | Dezentral bewerben, Stationsbeurteilungen vollständig beilegen, mehrere Bundesländer parallel anschreiben. |
| Elektrotechnik-ernst | Als regionaler Dienstleister in Augsburg kein direkter Akteur im Richterstellenmarkt, aber verlässliche Redaktionsquelle für strukturierte Karriereinformationen. |
Einschätzung der Redaktion
Warum dezentrale Suche unterschätzt wird
Der häufigste Fehler bei der Suche nach Richterjobangeboten: Bewerber verlassen sich auf eine einzige Jobbörse und wundern sich, warum sie kaum Treffer finden. Der Richter-Stellenmarkt funktioniert nicht wie der Markt für Unternehmensanwälte. Kein Headhunter ruft an, kein zentrales Portal bündelt alles. Wer das nicht weiß, verpasst Ausschreibungen, die nur auf der Seite eines Oberlandesgerichts erscheinen und nach drei Wochen wieder verschwinden.
Dazu kommt ein zweiter blinder Fleck: Viele Bewerber bereiten sich auf juristische Fachfragen vor und vernachlässigen die Selbstdarstellung. Auswahlgespräche im höheren Justizdienst prüfen aber vor allem Urteilsvermögen, Belastbarkeit und die Fähigkeit, staatliche Verantwortung zu tragen. Stationsbeurteilungen sind dabei keine Formalität, sondern oft das entscheidende Dokument.
Die Pensionierungswelle schafft echte Chancen. Aber sie senkt keine Anforderungen. Wer jetzt mit vollständigen Unterlagen, einer klaren regionalen Strategie und realistischer Selbsteinschätzung antritt, hat gute Karten.
Elektrotechnik-ernst – regionaler Dienstleister in Augsburg

Elektrotechnik-ernst ist kein Jobportal und kein Karriereberater für den Justizdienst. Aber als lokaler Fachbetrieb in Augsburg mit Schwerpunkten auf Photovoltaik und Elektromobilität weiß das Team, wie strukturierte Planung und verlässliche Umsetzung aussehen. Wer in der Region Augsburg eine Photovoltaikanlage installieren oder eine Wallbox einrichten lassen möchte, findet bei Elektrotechnik-ernst einen Ansprechpartner mit regionalem Netzwerk und langjähriger Praxiserfahrung. Nehmen Sie direkt Kontakt auf und klären Sie Ihr Vorhaben in einem kurzen Gespräch.
Nützliche Quellen und offizielle Links
Für die Suche nach aktuellen Stellenanzeigen für Richter empfehlen sich diese Quellen nach Priorität:
- Landesjustizverwaltungen und OLGs (Priorität 1): Direkt auf der Karriereseite Ihres Bundeslandes suchen. Beispiel: Justiz Bayern für Planstellen in Bayern; Justiz NRW Karriere für Nordrhein-Westfalen. Vollständige Ausschreibungen mit Fristen und Bewerbungsadressen.
- Bewerbungsverfahren aller 16 Länder: th-h.de/law/rista/ bündelt Bewerbungsadressen und Einstellungsvoraussetzungen für die ordentliche Gerichtsbarkeit in allen Bundesländern.
- bund.de: Bundesweites Portal für öffentliche Stellen; gut für eine erste Übersicht, aber nicht vollständig für Richterstellen.
- jobvector: Fachjobbörse mit juristischen Stellenanzeigen; oft mit Gehaltsangaben; ergänzend zu Landesseiten nutzen.
- Berlin.de Karriere Justiz: Detaillierte Informationen zum Einstellungsverfahren als Richter auf Probe in Berlin, inklusive Zeitplan und Kontaktstellen.
- Personalabteilungen der Senatsverwaltungen: Direktkontakt für Fragen zu Einstellungsterminen und Karriereabenden; Termine und Kontaktdaten auf den jeweiligen Landesseiten.
Empfehlung
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